Rede an die deutsche Nation im Angesicht des Terrors

Damit ein Vergleich zu Merkels Rede möglich wird.

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Entsetzt, erschüttert und tief traurig

Man muss das dokumentieren, damit niemand vergisst, mit welch nichtssagenden Worten Merkel auf den Terror reagiert.

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Von neuen Moden

Was vormals war ein schändlich Ding,
Das schätzt man schlicht jetzt und gering:
Sonst trug mit Ehren man den Bart,
Jetzt lernen Männer Weiberart
Und schmieren sich mit Affenschmalz
Und lassen am entblößten Hals
Viel Ring‘ und goldne Ketten sehn,
Als sollten sie vor Lienhart  stehn.
Mit Schwefel und Harz pufft man das Haar
Und schlägt darein dann Eierklar,
Daß es im Schüsselkorb werd‘ kraus.
Der hängt den Kopf zum Fenster ‚raus,
Der bleicht das Haar mit Sonn‘ und Feuer,
Darunter sind die Läus nicht teuer.
Die können es jetzt wohl aushalten,
Denn alle Kleider sind voll Falten:
Rock, Mantel, Hemd und Tuch dazu,
Pantoffeln, Stiefel, Hosen, Schuh‘,
Pelzkragen, Mäntel, Besatz daran:
Der Juden Brauch fängt wieder an.
Vor einer Mode die andre weicht,

Das zeigt, wie unser Sinn ist leicht
Und wandelbar zu aller Schande,
Und wieviel Neuerung ist im Lande,
Mit schändlich kurz geschnittnen Röcken,
Die kaum den Nabel mehr bedecken!
Pfui Schande deutscher Nation,
Daß man entblößt, der Zucht zum Hohn,
Und zeigt, was die Natur verhehlt!
Drum ist es leider schlecht bestellt
Und hat wohl bald noch schlimmern Stand.
Weh dem, der Ursach gibt zur Schand!
Weh dem, der solcher Schand nicht wehrt:
Ihm wird ein böser Lohn beschert!

(Sebastian Brant: Das Narrenschiff; Kapitel 5; Im Jahre des Herren 1494)

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Rogue one

Jedes Märchen der Gebrüder Grimm hat mehr geistigen Tiefgang, als dieses infantile Stück aus Hollywood. Verschwendete Lebenszeit, ist das Beste, was an darüber zu sagen vermag.

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DEUTSCHLAND 2016

Ich sehe viele Dinge
Und Furcht mein Haus umschleicht –
Bin ich im Ring der Ringe,
In bösem Traum vielleicht?

Ich sehe auf den Straßen
Nur Niedergang, Verfall,
Es platzen Metastasen
Des Krieges überall.

Ich sehe Glück als Gabe
Entrückter Werte schon,
Als Mode, Marke, Habe,
Als Dreck auf Mammons Thron.

Ich sehe keine Wärme
Erblühen, Liebe schwand,
Sogar die Krähenschwärme
Verlassen schon das Land.

Ich sehe blindes Walten
Im Zank um Judaslohn,
Kein herrliches Gestalten
Zum Ruhme der Nation.

Ich sehe Ratten nagen,
Begierig, immer geil,
An Galgen, die schon ragen
Zum Himmel, stumm und steil.

Ich sehe Irre lungern
Bei Drogen-Aderlaß
In Winkeln, Herzen hungern
In Kindern, einsam, blaß.

Ich sehe: Traditionen
Besudelt Marktes Brunst,
Im Pfuhl der Illusionen
Erstickte schöne Kunst.

Ich sehe keinen Richter
Im fernen Morgenrot,
Das Volk der Denker, Dichter –
Mein Volk, mein Volk ist tot.

Ich sehe, hoffe, strebe,
Vom Nacht-Wind schon benetzt,
Ich träume nicht, ich lebe
In Deutschland, hier und jetzt.

© Uwe Nolte, 2016
Aus der Sammlung Falke Heime

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Terror in Berlin: Was wir über den LkW wissen!

»Lkw tötet 12 Menschen«, titelt die Taz gestern Abend. Und schiebt Informationen über den Lastkraftwagen hinterher. Polnische Kennzeichen, ein Pole auf dem Beifahrersitz. Daneben wird der deutsche Michel über Marke, Ladung und PS-Zahl des Lkw ›aufgeklärt‹.

Jetzt weiß ich, was angehende Journalisten in diversen Schulen lernen.

 

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Terror in Berlin: Stunde der Politik

Trauern kann, wer Nächste verlor. Ob auf natürliche oder tragische Weise ist unerheblich.

Mitfühlen kann, wem diese Erfahrung nicht fremd ist, wer auch einen Liebsten begraben musste.

Man kann entsetzt sein, wird man sich bewusst, warum man selbst auf Weihnachtsmärkten nicht mehr sicher ist. Man kann Angst haben und ja, Hass empfinden.

Terror ist, selbst als ›Einzelfall‹, eine systematische Bedrohung der eigenen Existenz. Ein Angriff auf das Leben, das Hab und Gut unserer Nächsten. Eine Attacke auf unsere Lebensweise.

Das Böse darf man, nein, muss man hassen. Es ist das Eine die andere Wange hinzuhalten, aber niemand hat zwei Leben, die er opfern könnte.

Man kann nicht betroffen sein, gar überrascht. Mahner gab es genug. Darum ist das Vorgefallene auch nicht unbegreiflich, weil es vorhersehbar war..

Ich empfinde keine Trauer, aber Mitleid.

Insbesondere jedoch einen heiligen Zorn, auf jene, die noch am Tag danach nicht willens sind umzudenken. Die Relativisten, die Liberalen, wie die Linke, die sich nicht eingestehen, warum ihre Politik gescheitert ist. Weil sie um ihre Macht, ihren Einfluss und ihre Pfründe fürchten. Die im Angesicht des Entsetzens, weiterwursteln wie bisher.

Das ist die Stunde der Politik. Wann, wenn nicht jetzt, können Politiker einen Paradigmawechsel vollziehen, um die Richtung des Denkens zu ändern? Die Gunst der Stunde nutzen, damit die Opfer wenigstens nicht umsonst starben? So wie es Merkel nach Fukushima tat?

»Der Kopf«, sagte Trump gestern Abend, »sei deshalb rund, damit das Denken seine Richtung wechseln könne.«

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