Donoso Cortéz

Donoso Cortés war Sohn eines Rechtsanwaltes und Großgrundbesitzers und ein Nachfahre des Eroberers Hernando Cortés. 1820 nahm Donoso Cortés das Studium der Rechte, der Geschichte, der Philosophie und der Literatur auf. Zunächst studierte er in Salamanca, dann in Cáceres und später in Sevilla. Sein großes Talent brachte ihn schon im Alter von neunzehn Jahren auf den Lehrstuhl für Literatur und Ästhetik in Caceres. Eine früh eingegangene Ehe endete schon bald durch den frühen Tod der Gattin.

1832 ging Donoso Cortés nach Madrid und widmete sich von nun an der Politik. 1840 verließ er mit der spanischen Königin-Mutter Christina das Land und lebte in den folgenden Jahren in Paris im Exil. 1843 war er führend an der Rückkehr der Königin-Mutter nach Spanien beteiligt. Seine Verdienste wurden durch Erhebung zum „Marques (= Markgraf) de Valdegamas“ belohnt. Anfänglich dem Liberalismus zugeneigt, vollzog sich in Frankreich seine Hinwendung zum Katholizismus, die sich unter den für Donoso Cortés erschütternden Ereignissen der französischen Februarrevolution 1848 vollendete. Im November 1848 ging er als spanischer Gesandter nach Berlin, kehrte aber ein Jahr später in die Heimat zurück. Anfang 1849 hielt er dort eine flammende politische Rede aus tiefer katholischer Glaubenseinsicht heraus, die ihn weithin bekannt macht. Eine zweite aufsehenerregende Rede über die allgemeine Lage Europas erfolgt im Januar 1850, von der allein in Paris bereits bald 14.000 Exemplare verbreitet waren, und die dann ins Deutsche und Italienische übersetzt wurde. Kaiser und Könige, Dichter und Denker standen ganz im Bann seiner Ausführungen, nicht zuletzt der greise Fürst Metternich. 1851 zog Donoso Cortés als Gesandter Spaniens nach Paris. Dort erschien dann sein Hauptwerk Essay über den Katholizismus, den Liberalismus und den Sozialismus. Am 3. Mai 1853 erlag Donoso Cortés einem schweren Herzleiden.

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