Gewalt ist eine göttliche Gabe, kein Fluch

Egal wer oder warum das Hamburger Schanzenviertel verwüstete, brennend durch Altona zog. Phrasen sind austauschbar, wie 1933, als Ehemalige des kommunistischen Rotfronkämpferbundes ihre grauen Feldblusen gegen Braunhemden tauschten. Nicht als Organisation, aber viele Individuen, die Jahre vorher auf ihre nunmehrigen Kameraden eindroschen. »Sieg Heil!« statt »Rot Front«. Ideologie war nie Klammer, sondern allzeit Vorwand zur Befriedung jener heimlichen Gelüste, die aus dem Animalischen des menschlichen Charakters sprießen.

Den Hang zur Gewalt kann man weder wegerziehen noch wegbilden oder unterdrücken. Sie ist eine urgründige Gabe des Schöpfers, ohne die Menschen auf ewig devote Idioten blieben, unfähig die Ketten zu sprengen, die ihnen die Obrigkeit auferlegt. Moses führte sein Volk aus der ägyptischen Knechtschaft, indem er den Pharao mit zehn biblischen Plagen strafte. Blattern und Kindestötungen inbegriffen.

Das verstehen kann nur, wer den Menschen als göttlichen Geniestreich begreift und nicht, wie heute üblich, als Versuchskaninchen im Labor gesellschaftspolitischer Experimente zum Zwecke der Umerziehung im Interesse obskurer irdischer Mächte. Harmlose Konsumaffen bei denen Gewalt höchstens noch am Grabbeltisch im Kampf um Schnäppchen geduldet wird.

Hamburg war sinnlos, wie jedes Gewitter, jeder Hagelsturm, der willkürlich entladend Schäden hinterlässt, weiterzieht, verebbt, um an unerwarteter Stelle, zur Überraschung aller Wetterfrösche, erneut aufzutauchen.

Versuche den reißenden Strom zu kanalisieren, sollten darauf beschränkt bleiben, die jährlichen Treffen zwischen deutschen und polnischen Hooligans an der Oder-Neiße Grenze medizinisch abzusichern, statt diese zu skandalisieren. Dort bleibt Gewalt fernab vom Utopia gegenderter Träumer, die ihre schmutzigen Phantasien höchstens noch im BSDM-Studio austoben dürfen.

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