Sexismus, Gender und Konsorten

»Schon wer einer Frau auch nur ein Kompliment ob ihrer Schönheit macht, reduziert das andere Wesen auf ein Sexobjekt. Selbst der kleinste Scherz kann zum Verlust der bürgerlichen Existenz führen.« [1]

Wer das soziale Dasein einer Person zu vernichten vermag, übt Macht aus. Das ist der Kern des Gender-Geschwurbels, welches sich genuin Männer zum Feind erkor, da die Debatte, sofern man die moralinsauren Aufschreie so nennen will, mitnichten geschlechtsneutral ist. Sie ist das Mittel wildgewordener Blaustrümpfe um Pfründe, Einfluss und Macht dort zu erobern, wo Männer sie besitzen.

Es ist sinnlos sich mit der Gendertheorie auseinanderzusetzen. In der Sowjetunion wurde ein Muschik zu zwanzig Jahren Zwangsarbeit verurteilt, weil er Rauchwölkchen in die Luft paffte, die nach Ansicht eines Denunzianten wie Stalin aussahen. In der DDR stürmte die Staatssicherheit mitten in der Nacht die Wohnung eines Facharbeiters, weil dieser am Abend vorher, in bierseliger Runde, verbotene Witze erzählte, die ihn in den Augen der Staatsmacht als Nazi auswiesen. Das sind dieselben Muster, die uns auch heute begegnen. Nichts hat sich geändert.

Die Reihe bizarrer Anschuldigungen ist über Zeiten und Kulturen so endlos, wie der Wille von Politikern zur Macht. Nur vordergründig geht es um Inhalte, die einer rationalen Untersuchung standhielten, sondern um animalische Bedürfnisse, zu deren Befriedung man moralische Macht missbraucht.

Heute ist es das Mantra der »Frauenfeindlichkeit«, vulgo »Sexismus«, welches absonderliche Blüten treibt: Im Justizministerium denkt man ersthaft darüber nach, den Straftatbestand »sexuelle Beleidigung« einzuführen, gleichwohl man gegenwärtig! noch keinen Handlungsbedarf erkennt.

Die Verfolgung beliebig definierter Sexualdelikte diente immer zur Stabilisierung der Herrschaft, wie zur Disziplinierung der Massen. Wohl wissend das der stärkste tierische Trieb im Menschen schwer zu kontrollieren ist, verbot Lykurg in Sparta bei Todesstrafe die Knabenliebe. Was den Gesetzgeber nicht davon abhielt ausgerechnet Pubertäre als Ausbilder einzusetzen, die mit den Knaben – ab sieben wurde die männliche Jugend kaserniert – Bett und Tisch teilen mussten. In einer Gesellschaft, in der strikte Geschlechterteilung herrschte, in der selbst Verheiratete ihre Frau höchstens nachts besuchen durften, aber nicht zu Gesicht bekamen, programmierte man sexuelle Übergriffe auf Schutzbefohlene per Gesetz. Ein Damoklesschwert zu Züchtigung zünftiger Hopliten.

Schablonen, die Techniker der Macht seit Anbeginn schriftlicher Überlieferungen kennen und mit wechselnden Begründungen nutzen. Früher verfolgte man, zumindest sporadisch, Homosexuelle, heuer stehen ›Sexisten‹ auf der Abschussliste.

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[1] Die Sexismus-Keule, eine neue Art der Inquisition; The European

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