Assanges einsamer Kampf

Bei aller Sympathie für Assange, kein Staat hat Interesse seine Intimitäten in der Öffentlichkeit entblößt zu sehen. Zwar ist der Protagonist nur der Dealer von Hochverrätern, die man im vergangenen Jahrhundert noch standrechtlich erschossen hätte, aber koscher ist sein Amt mitnichten.

Kein Fritz hat Anrecht auf Geheimnisse, die sowohl seine Gehaltsklasse, wie seinen IQ übersteigen. Wenn er die Versicherung bescheißt oder seine Frau betrügt, will er das auch nicht im Internet lesen. ›WikiLeaks‹ ist ähnlich dubios, wie die publiken ›Rache-Seiten‹ auf denen jeder in der Scheiße anderer herumrühren kann.

Was der Assange tat, gehört vor Gericht. Keine Gemeinschaft funktioniert ohne klare Regeln. Es wird Zeit solche für ›Whistleblower‹ justiziabel aufzustellen. In einem fairen, rechtsstaatlichen Verfahren. Die hinterfotzigen Anschuldigungen der übergewichtigen Feministinnen sind eine ähnlich durchsichtige Posse, wie die drohende Auslieferung über drei Banden. Die obskure Situation ist der Rechtlosigkeit geschuldet, in der alle Beteiligten agieren.

Assange sollte die Eier haben, sich zu stellen und die Sache, mit Hilfe einer willigen Öffentlichkeit, auszufechten. Erst in dem Augenblick bekäme er die höheren Weihen eines aufrechten Mannes, der bereit ist für unsere Bürgerrechte Konsequenzen in Kauf zu nehmen. Bisher kämpft er nur für sich.

Er mag sich sittlich im Reinen fühlen, nur wenn Moral Recht ersetzt, schlägt in Bälde der Lynchmob Haustüren ein.

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2 Antworten zu Assanges einsamer Kampf

  1. Danny schreibt:

    Moment, Assange hat doch nur Geheimnisse FREMDER Staaten verraten bzw. veröffentlicht, also auch wohl garkeine Gesetze gebrochen, jedenfalls nicht dort wo er tätig war.

    Mag sein, dass er gegen US-Strafgesetze verstossen hat, aber zu deren Befolgung war er nie verpflichtet.

    Gegen was sollte er sich denn verteidigen? Und wo?

    Manning ist eine ganz andere Sache.

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