Politisch korrekter Rassismus

»Wut, Depression und Sehnsucht des weißen Amerika«, titelte eine deutsche Tageszeitung gestern. Die Schlagzeile spielt auf die ›Erfolge‹ des Präsidentschaftskandidaten Trump an, der offenbar vor allem Wähler mit angelsächsischen Wurzeln anspricht. Letzteres ist allerdings eine unbelegte, folglich unterstellte Behauptung. Es gibt nicht eine einzige belastbare Statistik, die diese heimliche Unterstellung belegt.

Auch Schwarze und Asiaten gehören zur amerikanischen Mittelschicht. Sie haben dieselben Ängste und teilen dieselben politischen Präferenzen. Das allein macht den Hinweis auf die Hautfarbe absurd genug. Bizarr werden solche journalistischen Ausflüge in die Welt der Rassen allerdings beim Hinweis auf das Problem der Zuwanderung. Die mit Abstand größte Gruppe ist nämlich weiß: Die Latinos, die aus den südlichen Ländern des Doppelkontinentes in den reichen Norden strömen, haben ebenso wie die Angelsachsen europäische Wiegen. Natürlich dominieren dort kulturelle Unterschiede, die sich in divergenten Mentalitäten der Volksgruppen fixieren. Wer das allerdings an der Hautfarbe festmacht, ist nichts anderes als ein Rassist, weil er, über die politisch korrekte Bande gespielt, in überholte Denkmuster zurückfällt.

Quelle: Wut, Depression und Sehnsucht des weißen Amerika

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