Die Perversion des Helfens

Schon das Wort „Sterbehilfe“ ist ein Oxymoron. Hilfe soll definitionsgemäß das Leben eines Menschen verbessern, aber es nicht beenden. „Sterbehilfe“ ist nichts anderes als Beihilfe zum Selbstmord und den wollen einflussreiche politische Kräfte legalisieren. Auch der ehemalige evangelische Pfaffe Peter Hinze, heuer Bundestagsvizepräsident auf CDU-Ticket, gehört dazu. Er schwadroniert in der morgigen Ausgabe eines Magazins, sich der fehlenden moralischen Grundlagen eines derartigen Ansinnens wohl bewusst, von einer „Ethik des Helfens“ für Todkranke. Das ist die Perversion der Hilfe überhaupt, denn folgt man dieser Logik, landet man ganz unweigerlich bei eugenischen Fantastereien: Wenn – nach menschlichen Ermessen – Todkranke Hilfe beim Entleiben in Anspruch nehmen dürfen, warum dann nicht – im Sinne der Gleichbehandlung vor irgendwelchen Gesetzen – nicht alle anderen Lebensmüden auch? Karlsruhe winkt schon aus der Ferne. Sollten die Vorstellungen von Hintze und Konsorten Gesetzeskraft erlangen, ist das ein Torbruch in Richtung einer „Kultur des Todes“, wie sie Benedikt XVI. schon heraufziehen sah.

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