In Gottes Petrischale

Keinem Atheisten ist die Phantasie vergönnt, sich eine höhere Intelligenz vorstellen zu können, als jene, die er selbst bei einem IQ-Test zu erreichen imstande ist. Er verhält sich wie der Physiker Ernst Mach, der einst vehement gegen die Atomtheorie mit dem Argument wetterte: Was man nicht mit bloßem Auge sehen könne, existiere nicht.

Bei solch kleinen Geistern hülft des öfteren eine Metapher, um das Unerforschliche, wenn schon nicht verständlich, so doch wenigstens erklärbar zu machen.

Das Verhältnis von Gott zu den Menschen lässt sich bildlich auf das Verhältnis von Bakterien in einer Petrischale (Menschen) zu ihrem Biochemiker (Gott), der sie züchtet, beobachtet und mit ihnen experimentiert, herunterbrechen. Glaubt wirklich jemand, die Bakterien wüssten, wie ihnen geschieht, gesetzt den unwahrscheinlichen Fall, sie hätten auch nur einen Fünkchen Verstand, gemessen an dem des Menschen? Glaubt wirklich jemand, eine Amöbe hätte jemals die Chance sich zu einem, dem Biochemiker ebenbürtigen Geist zu entwickeln? Durch Evolution?

Eine Bakterie mag vielleicht ihre Mitkolonisten in der gleichen Petrischale wahrnehmen, aber von der Welt außerhalb ihrer Nährstofflösung hat sie nicht die geringste Ahnung. Sie ist nicht existent. Darin unterscheidet sich der Verstand einer Amöbe nicht von dem eines Atheisten, während der Christ wenigstens noch ein Gefühl für das erhascht, was sich seiner Erkenntnis entzieht.

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