Herausgerufen sich zu versammeln

Das „Taumel-Lolch“ so aussieht wie Getreide, sei dem landwirtschaftlich offenbar unbedarften Geier gnädig nachgesehen. Gleichwohl trifft sein Text einmal mehr einen wichtigen Glaubenskern. Christen sind nicht Hüter des Unkrautes. Zur Kommunion gehören keine verstockten Sünder, sie sind vielmehr von ihr ausdrücklich ausgeschlossen.

Nur ist „die Kirche“ keine Gemeinschaft, kein Herausgerufenes. Vielmehr bietet sie Plätze in denen sich Kommunion versammeln und ihren Glauben entfalten kann. Das war nicht immer selbstverständlich und es ist dies, wenn man nach China oder Indien schaut, auch heute nicht so.

Jede Gemeinschaft braucht einen Ort, wo sie sich sammeln kann. Es gibt keinen Glauben ohne solche Orte. Das man sie griechisch ekklesia, lateinisch ecclisia = Herausgerufene oder deutsch Kirche nennt, bedeutet in jeder Sprache dasselbe.
Die Kirche ist schlicht der Ort, an dem sich Gläubige versammeln, um ihren Glauben zu leben. Das kann ein schmuckes Steinhaus sein, aber auch eine Felsengrotte oder die Katakomben. Die Art und Weise wie dies geschieht, ist historisch wie örtlich gewachsen und als Tradition Teil unseres Glaubens geworden.

Die Bibel kann das nicht leisten, sie ist nur eine Schrift, die widersprüchliche Erinnerungen von Augenzeugen wiedergibt, die aus den Frühzeiten des Christentums stammen.

Der christliche Glaube aber ist keine Buchreligion, er ist vielmehr ein aktuelles Ereignis, an dem die Gemeinschaft, die Kommunion, ihren Glauben regelmäßig unter Behuf auf die Tradition ihrer Väter erneuert.

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