Gott, Familie, Kinder

Tief religiöse Familien sind um ein vielfaches stabiler als bürgerliche und haben wesentlich mehr Nachwuchs als der Durchschnitt der säkularisierten Bürger. Das sind harte Fakten. Demnach ist es die erste Aufgabe des Klerus die Religiosität zu fördern, weil dadurch Familien wesentlich nachhaltiger gefördert werden, als jedwede Fiskalpolitik des Staates es je könnte.

Wenn nun der Bamberger Erzbischof einen „niedrigen Steuersatz für Kinderbekleidung und Kita(!)-Essen“ fordert begeht er gleich zwei unglückliche Fehler.

Er mischt sich in die Politik der Regierung, aus der er sich tunlichst solange heraushalten sollte, solange seine ihm Anvertrauten ihre Religion ungehindert ausüben können. Wenn sich der Staat nicht in die Belange der Kirche einmischen soll, dann muss auch die Kirche deutliche Distanz zum Staate halten.

Erzbischof Ludwig Schick verhält sich wie ein x-beliebiger Parteipolitiker, mit dem Unterschied das die Kirche keinen Verfassungsrang hat, damit wenig Möglichkeiten irdische Verhältnisse zu ändern, mehr noch, in den Niederungen der Politik Gefahr läuft, die Soutane mit dem Schlamm zu beschmutzen, mit dem Politiker für gewöhnlich um sich werfen.

Die Aufgabe der Kirche ist die Verkündung der Frohen Botschaft und die Anbetung Gottes. Das ist ihre genuine Aufgabe, die zudem den Vorteil der uniquen Präsenz bietet. Niemand geht zu einem Pater, um einen Antrag auf Stütze zu stellen. Noch einen Sozialverein, der sich um die materiellen Verhältnisse der Menschen sorgt, braucht kein Mensch. Davon gibt es überreichlich.

„Seid fruchtbar und mehret euch“, heißt es in der Genesis. Dabei können uns im Zölibat lebende Priester sowieso nicht helfen, weil sie davon schlicht keine Ahnung haben. Der Klerus ist für Gott zuständig, für Familie und Kinder die Menschen selbst.

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Eine Antwort zu Gott, Familie, Kinder

  1. templarii schreibt:

    Wir leben in einer Zeit, in der die kirchliche Hierarchie versagt hat, die Laien sind die, welche zu erneuerung beitragen. Die Evangelikalen sind ein Vorbild. Wir müssen die falschen Bischöfe vertreiben.

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