Die Ehe, die Familie und der Kardinal

Kardinal Joachim Meisner ist der Zeitgeistpresse immer eine Schlagzeile wert. Diesmal, weil er die Familienverhältnisse Gaucks kritisiert, der verheiratet ist, aber mit einer Kebse zusammenlebt. Dies wäre deshalb verfassungswidrig, weil das Grundgesetz die Förderung der Familie vorschreibt.

Keine sonderlich theologische Argumentation, die zudem noch logisch inkonsistent ist. Warum sollte jemand, der im Konkubinat lebt, nicht trotzdem die Familie fördern können?

Gauck ist ein protestantischer Pfaffe, für ihn ist die Ehe kein Sakrament und die zeitgeistige Auslegung der Bibel durch die EKD ist spätestes seit Käßmann manifest.

Erstaunlicherweise bezieht sich der Kardinal auf die bürgerliche Ehe, wohl wissend, dass nur eine vor Gott geschlossene Ehe gültig ist und keine, die man lediglich im Standesamt anmeldet.

Nicht einmal wenn Gauck in „geordneten Verhältnissen“ lebte, wäre der Begriff Familie erfüllt. Die Ehe zwischen Mann und Frau in Gemeinschaft mit Kindern, erfüllt noch lange nicht den traditionell christlichen Familienbegriff.

Der letzte Sargnagel auf das, was der Zeitgeist unter Familie versteht, ist die Quasiverstaatlichung der Kinder, die nach den Wochenbett unverzüglich an der „Kinderkrippe“ genährt, versorgt und „erzogen“ werden sollen. Damit fällt einer der letzten Rechtfertigungsgründe für die „Ehe“ weg, deren Causa Finalis eben nicht nur die Zeugung, sondern auch die allein verantwortliche „Aufzucht“ von Kindern ist. Auch wenn Eminenz dies kritisiert, bleibt er mehr als halbherzig beim Betreuungsgeld stehen und gesteht dem Staat implizit ein Miterziehungsrecht zu. Was er nicht hat.

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Eine Antwort zu Die Ehe, die Familie und der Kardinal

  1. Gassenreh, Jakob schreibt:

    In der Tat hat der Staat kein Miterziehungsrecht bei Kleinstkindern.
    So toll sind Krippen für 0 – 3jährige Kleinstkinder nicht, für die seltsamerweise linke und gewerkschaftsnahe Parteien als auch Wirtschaftslobbyisten (Arbeitgeberpräsident HUNDT; Präsident von Gesamtmetall DULGER) wie wild trommeln: „Befreit die Mütter von ihren Kindern und fesselt sie an die Maschinen“
    Nicht nur die Familie, sondern vorallem die Schwächsten, die Kinder, werden möglicherweise ernste Probleme bekommen und damit die Zukunft unseres Volkes.
    Ausgerechnet diejenige Partei, die sich für die Schwachen einsetzen will, argumentiert reflexhaft gegen das Betreuungsgeld und trifft damit die Schwächsten der Gesellschaft.
    Die Krippe scheint eine Einrichtung zum Wohlergehen von Erwachsenen zu sein, denn ein bezüglich der sehr frühen Krippenaufbewahrung nicht ausreichend beachtetes Problem (neben zu befürchtender erhöhter Stresshormonausschüttung infolge „learned helpnessless“ und Wachstumshormonmangel infolge reduziertem Langsamen-Wellen-Schlaf in der Krippe) ist die mögliche Störung bzw. Verzögerung der frühkindlichen Sprachentwicklung. Ein wichtiger Unterschied zwischen Tier und Mensch ist die Sprache auch als Basis des Denkens. Mangelnde primäre (besonders 0 – 1,5 Jahre) frühkindliche Sprachentwicklung hat oft die Folge von Lese- und Rechtschreibstörungen und letztlich ungünstiger kognitiver Entwicklung.
    Dadurch ist zu erwarten, dass die wichtigste Resource, welche unser Volk besitzt, nur ungenügend sprachlich und kognitiv entwickelt geerntet wird. (Siehe Ärztereport der Barmer Ersatzkasse vom Januar 2012 mit bereits jetzt schon ca. 40% sprachgestörten Kindern im Alter von 5-6 Jahren (Gründe: Zunahme Tagesmütter: 2006 ca. 14%, bereits 2010: 23%;; enorme Lärmpegel in Kitas); logopädische Behandlungskosten etwa 1 Milliarde Euro).
    Warum heißt es Muttersprache und nicht Vatersprache?
    Bereits ab der 20. Gestationswoche hört der Foet im Mutterleib flüssigkeitsangekoppelt die Mutterstimme und ist nach der Geburt massiv darauf fixiert, sodass eine längere (max. bis zu 3 Jahren) dyadenspezifische Beziehung zwischen diesen beiden Personen notwendig ist, zumal in diesem Zeitraum zumindest zwei kürzere Phasen besonders begierigem Sprechlernen des Kleinkindes individuell verschieden auftreten (siehe „Vergewaltigung der menschlichen Identität; über die Irrtümer der Gender-Ideologie“)

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