Freitags fast katechismusfähig: Labskaus mit drei Vaterunser

Seit meine Kinder aus dem Hause und meine, „das Leben rauscht an mir vorbei“, Frau das Weite gesucht hat, muss ich meine Speisen selber zubereiten. Eine Herausforderung für jemanden, der früher sogar Wasser anbrennen ließ, wie die Unzahl auf Herdplatten und über Gasherden verglühte Töpfe beweisen.

Sei’s drum: Heuer gab’s Labskaus. Sollten Fischköpfe unter meinen Lesern sein, werden die jetzt die Zähne heben: L-A-B-S-K-A-U-S?! Als Sachse hab ich das Gericht erst als ausgewachsener Hänfling in einer deutschen Hansestadt kennengelernt, es schmeckt recht gut – wenn man es nicht jeden Tag vorgesetzt bekommt.

In geografischer Reichweite des Weißwurstäquators hat das Gericht einen zusätzlichen Vorteil: Hochwürden kennt es nicht. So kann man Roastbeef mit Roter Bete tarnen und isst freitags trotzdem Fisch. Der Herr merkt zwar den Beschiss, aber der Pater nicht. Jedenfalls nicht bis zur nächsten Beichte. Hier werden die Vaterunser fällig.

Hier die Zutaten, auf Mengenangaben verzichte ich. Für eine Person sind sechs Kartoffeln jedenfalls mehr als reichlich.

  • Kartoffeln
  • Roastbeef
  • Rote Bete
  • Zwiebeln
  • Lorbeerblätter
  • Gewürzgurken
  • Eier
  • Rollmöpse (nicht im Bild)
  • Pfeffer
  • Salz
  • Margarine (schon in der Pfanne)

Die Zubereitung ist so simpel, wie sie einfach ist: Kartoffeln schälen, mit Salz und Lorbeerblättern weich kochen. Zwiebeln würfeln in der Pfanne glasig schwitzen, hernach das Roastbeef dazugeben. Kräftig würzen und rühren, bis das Beef heiß ist.

Kartoffeln, Rote Bete (Früchte und einen kräftigen Schluck Saft), sowie das heiße Roastbeef in einen Topf geben und zu einem roten Brei zerstampfen. In der Zwischenzeit werden die Spiegeleier gebraten. Das Gericht wird mit Rollmöpsen (nur notwendig, wenn sich Hochwürden zum Male gemeldet hat) und Gewürzgurken serviert.

So hier:

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