Völlerei und Biowahn

Wieder einmal rauscht eine „Studie“ durch den Blätterwald, die den Nachweis erbringt, dass sogenannte „Bionahrungsmittel“ nicht „gesünder“ sind als solche, die auf herkömmliche Art und Weise produziert werden. Dies will eine Forschergruppe an der Stanford University in Kalifornien herausgefunden haben. Dazu bräuchte es allerdings keiner „Forschung“, weil der gesunde Menschenverstand ausreicht, um die wohlfeilen Versprechen des Biowahnsinns zu durchschauen.

Dass Völlerei eine Todsünde ist, wussten Christen schon im Mittelalter. Sie schadet nicht nur dem Fleisch, sondern auch den Geist und befleckt die Seele. Das Nahrung „gesund“ sei, ist eine jener modernen Torheiten, mit der sich ganze Bataillone von Pseudowissenschaftlern und Quacksalbern eine golden Nase zu verdienen suchen.
Nahrung ist notwendig, zuviel davon macht krank, aber „gesund“ essen, wie es die Werbung suggeriert, kann man sich nicht. Das Gegenteil der Völlerei ist nicht Gesundheit, vielmehr die Askese. Es gilt, wie immer, Maß und Mitte zwischen den Extremen zu finden.

Der Bio- und Gesundheitswahn, der Drang sein natürliches Leben über das gebührliche Maß hinaus verlängern zu wollen; die Pseudowissenschaften, die solches versprechen und sich dabei statistischer Tricks bedienen, all das lässt sich auf eine einzige Ursache zurückführen: Den Mangel an Glauben und den Verlust jeder Hoffnung.

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