Schwule, Sitten und Scheinheiligkeit

In Australien hat ein Arzt seine Zulassung verloren, weil er einem 18 jährigen Christen Testosteron-Hemmer verschrieb, um seine Homosexualität zu behandeln. Die Behandlung, so das zuständige Zulassungskomitee, ist nicht nur ethisch zu rügen, wegen der Menge der verschriebenen Medikamente war sie auch gesundheitlich bedenklich. Das zumindest vermelden die Gazetten aus dem Springer-Verlag, wie die Online Schmonzette „SPON“ mit Sitz in Hamburg. Man muss diese Nachricht also mit sehr spitzen Fingern anfassen, nehmen es besagte Blätter mit der Wahrheit nicht immer ganz genau.

Über die medizinische Indikation vermag man nichts zu sagen, wohl aber über die zugrunde liegende „Ethik“ und die ist eine gotteslästerliche Bigotterie. In einer Zeit, die sowohl die Wahl des Geschlechtes, wie auch die sexuelle Orientierung in das Belieben des Individuum stellt, wird einer Person Hilfe verwehrt, die genau das wünscht, nämlich die Objekte seiner sexuellen Begierden zu wechseln. Ihn stattdessen an Therapeuten oder Beratungsstellen zu verweisen, heißt im Kontext herrschender Paradigmen nichts anderes als seine gegenwärtige sexuelle Orientierung zu zementieren, die er aus freien Willen zu tauschen wünscht.

Das „Outing“ scheint nur in einer Richtung sittlich; ein Schwuler, der sich als Heterosexueller „outet“ löst hingegen Empörung aus.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s