Vom Vater aller Dinge

Egal wer oder warum das Hamburger Schanzenviertel verwüstete, brennend durch Altona zog. Phrasen sind austauschbar, wie 1933, als Ehemalige des kommunistischen Rotfronkämpferbundes ihre grauen Feldblusen gegen Braunhemden tauschten. Nicht als Organisation, aber viele Individuen, die Jahre vorher auf ihre nunmehrigen Kameraden eindroschen. »Sieg Heil!« statt »Rot Front«. Ideologie war nie Klammer, sondern allzeit Vorwand zur Befriedung jener heimlichen Gelüste, die aus dem Animalischen des menschlichen Charakters sprießen.

Den Hang zur Gewalt kann man weder wegerziehen noch wegbilden oder unterdrücken. Sie ist eine urgründige Gabe des Schöpfers, ohne die Menschen auf ewig devote Idioten blieben, unfähig die Ketten zu sprengen, die ihnen die Obrigkeit auferlegt. Moses führte sein Volk aus der ägyptischen Knechtschaft, indem er den Pharao mit zehn biblischen Plagen strafte. Blattern und Kindestötungen inbegriffen.

Das verstehen kann nur, wer den Menschen als göttlichen Geniestreich begreift und nicht, wie heute üblich, als Versuchskaninchen im Labor politischer Experimentatoren zum Zwecke der Umerziehung im Interesse obskurer Ziele. Harmlose Konsumaffen zu schaffen bei denen Gewalt höchstens noch am Grabbeltisch im Kampf um Schnäppchen geduldet wird.

Hamburg war sinnlos, wie jedes Gewitter, jeder Hagelsturm, der willkürlich entladend Schäden hinterlässt, weiterzieht, verebbt, um an unerwarteter Stelle, zur Überraschung aller Wetterfrösche, erneut aufzutauchen.

Ein Sturm zieht auf, unsere Söhne sind der Zustände sichtlich müde. Dem Weibergewäsch vom ewigen Frieden, Freuden und Eierkuchen.

Krieg ist der Vater aller Dinge, schrieb Heraklit, lange bevor der peloponnesische Krieg seine Welt verwüstete. An der Schwelle jeder großen Veränderung stand horrible Zerstörungswut, aufgestaute Mordlust und Destruktion.

»Mord rufen und des Krieges Hund` entfesseln,
Daß diese Schandtat auf der Erde stinke
Von Menschenaas, das um Bestattung ächzt.«

 

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Ruhe im Schiff

In meinen jüngeren Jahren fuhr ich zur See. Auf einem Kriegsschiff. Dort unterstand ich, als Kadett, einen Maaten, der mich nicht leiden konnte. Mich mit »Dienstvorrichtugen außer der Reihe« (Toiletten, Kombüse putzen) überzog und mir das Bordleben auch sonst unerträglich machte.

Irgendwann reichte es mir.

Ich wusste um seine Hundewache auf der Brücke und kannte die Leiter, auf der er hinaufkroch, um seinen Dienst anzutreten.

Kaum hatte er seinen Kopf durch die Luke gesteckt, trat ich ihm mitten ins Gesicht. Seine Nase brach, jedenfalls blutete sie. Meine Ansage war an den Typen, der sich seinen Zinken hielt und laut heulte, war unmissverständlich: »Entweder lässt Du mich in Ruhe oder einer von uns beiden geht nächstens über Bord.« Das war mein heiliger Ernst.

Zur Bestätigung trat ich ein zweites Mal kräftig zu. Hörte Knochen brechen.

Seitdem war Ruhe im Schiff. Selbst der Kommandant und der Bootsmann behandelten mich fürderhin mit Respekt.

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Unsere koloniale Vergangenheit

Würden die Briten oder Franzosen für ihre koloniale Vergangenheit in eine ähnliche Verantwortung gezwungen werden, wären sie längst Bankrott. Dass sich die deutsche Regierung schuldig schwatzen lässt, entspringt einem Grundübel des westdeutschen Selbstverständnisses nach 1945: Für alles und jedes die Verantwortung zu übernehmen, selbst dort, wo man nur reagierte.

Der Aufstand der Hereros kostete hunderten von deutschen Siedlern das Leben, die man in der Anfangsphase des »Aufstandes« grausam abschlachtete. Lange bevor die deutsche »Schutztruppe« eingreifen konnte. Erst als Verstärkungen eintrafen, gingen die Deutschen zur Offensive über, um den durchs Land marodierenden Banden Einhalt gebieten. Ein Aufstand in heutiger Diktion war das sowenig wie der »Araberaufstand« Jahre zuvor.

Man muss sich nur die Mühe machen, in den unzähligen handschriftlichen Aufzeichnungen aus jener Zeit zu blättern, um zu verstehen das unser heutiges Geschichtsbild die historischen Ereignisse politisch verzerrt widerspiegelt.

Der Kolonialismus war eine Unausweichlichkeit einer geistigen Welt, die bis heute nach Gleichheit strebt. Denn noch immer steht die unausgesprochene Frage im Raum ob man, beispielsweise, Afrika in der ›Barbarei‹ verharren lässt oder doch besser eingreift? Es hat sich wenig verändert, nur die Begründungen für Interventionen sind raffinierter geworden. Jetzt dürfen sogar Gutmenschen ihre drögen Fantasien an Negern austoben.

https://www.nzz.ch/international/verhandlungen-zwischen-berlin-und-windhoek-die-kolonialzeit-holt-deutschland-ein-ld.1306517

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Der Hände Arbeit

Hände

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In eigener Sache

Ich fügte einige neue Texte zur Librarium mobile, wobei ich bemerkte das die „Dropbox“ ihre Nutzungsbedingen geändert hat. Nicht zum Guten, wie auch sonst?

Zumindest sind die Texte wieder erreichbar, wenn auch mit sinnlosen Clicks überfrachtet, die Frust auslösen. Eine Alternative wird gesucht.

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Gewalt ist eine göttliche Gabe, kein Fluch

Egal wer oder warum das Hamburger Schanzenviertel verwüstete, brennend durch Altona zog. Phrasen sind austauschbar, wie 1933, als Ehemalige des kommunistischen Rotfronkämpferbundes ihre grauen Feldblusen gegen Braunhemden tauschten. Nicht als Organisation, aber viele Individuen, die Jahre vorher auf ihre nunmehrigen Kameraden eindroschen. »Sieg Heil!« statt »Rot Front«. Ideologie war nie Klammer, sondern allzeit Vorwand zur Befriedung jener heimlichen Gelüste, die aus dem Animalischen des menschlichen Charakters sprießen.

Den Hang zur Gewalt kann man weder wegerziehen noch wegbilden oder unterdrücken. Sie ist eine urgründige Gabe des Schöpfers, ohne die Menschen auf ewig devote Idioten blieben, unfähig die Ketten zu sprengen, die ihnen die Obrigkeit auferlegt. Moses führte sein Volk aus der ägyptischen Knechtschaft, indem er den Pharao mit zehn biblischen Plagen strafte. Blattern und Kindestötungen inbegriffen.

Das verstehen kann nur, wer den Menschen als göttlichen Geniestreich begreift und nicht, wie heute üblich, als Versuchskaninchen im Labor gesellschaftspolitischer Experimente zum Zwecke der Umerziehung im Interesse obskurer irdischer Mächte. Harmlose Konsumaffen bei denen Gewalt höchstens noch am Grabbeltisch im Kampf um Schnäppchen geduldet wird.

Hamburg war sinnlos, wie jedes Gewitter, jeder Hagelsturm, der willkürlich entladend Schäden hinterlässt, weiterzieht, verebbt, um an unerwarteter Stelle, zur Überraschung aller Wetterfrösche, erneut aufzutauchen.

Versuche den reißenden Strom zu kanalisieren, sollten darauf beschränkt bleiben, die jährlichen Treffen zwischen deutschen und polnischen Hooligans an der Oder-Neiße Grenze medizinisch abzusichern, statt diese zu skandalisieren. Dort bleibt Gewalt fernab vom Utopia gegenderter Träumer, die ihre schmutzigen Phantasien höchstens noch im BSDM-Studio austoben dürfen.

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Moslems als Bündnispartner

Begriffe die bundesdeutsche Rechte konservative Moslems als Bündnispartner, denn als Eindringlinge, hätten sie die Chance in der BRD innerhalb des kommenden Jahrzehnts eine Ordnung herzustellen, die dem Geist des Grundgesetzes intimer käme als alles, was die etablierten Sekten heute anstreben.

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